Zu lachen gibt es bei diesem Artikel weniger. Oder auch doch?
„Briten setzen Gesichtsscanner an Schulen ein“
Nun ja, zunächst einmal ist die Frage, was solch eine Technik in Schulen zu suchen hat. Geht es nach den Briten, so soll dieser Gesichtsscanner zusätzlich die Teilnahme der Schüler kontrollieren und außerdem die Essensausgabe vereinfachen. Jeder Schüler bekommt wohl so etwas wie ein Guthabenprofil. Diese Technik wäre wohl der Untergang eines jeden Jedi.ähh… Zuspätkommers. Desweiteren stelle ich mir nun viele Tabellen vor, in denen die Schüler statistisch aufgefasst werden und jede Abweichung erkannt und sofort sanktioniert wird. Und klein Max M. steht jeden Tag traurig vor der Grundschule (im Regen), da es sich um einen Übeltäter namens Pickel handelt, welcher eine positive Gesichtskontrolle verhindert.
Überwachungsstaat lässt grüßen. Nur fehlt diesmal zwangshaft die obligatorische Begründung einer jeden Überwachungsmaßnahme in Großbritannien, nämlich der Kampf gegen des Terrorismus zum Schutze des Volkes.
Wie dem auch sei. Ich habe die Überwachung dank CCTV (Closed Circuit Television) selbst zu spüren bekommen, als ich 1 Woche auf Studienfahrt in London war. Auf der einen Seite mag es sein, dass Kriminalität auf dem ersten Blick zurückgedrängt wird, doch ist es auf Dauer etwas merkwürdig, in wirklich jeder Straße von einer Kamera beobachtet zu werden. Privatssphäre Adè. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Maßnahmen zum Schutz des Staates vor den Bürgern angeblichen Schutz der Bürger in unsere Kreise eindringt. Dies zeigt bereits der Nacktscanner, welcher bis jetzt wohl noch freiwillig ist, jedoch auch von der EU dank des Vorschlags von Tony Blair, dem Kronprinz der Überwachung, durchgesetzt wurde. Der Zwang der Anpassung, Selbstzensur und der Verhaltensänderung – all das auf Kosten der angeblichen Sicherheit? Wohl dient es eher, die Bürger zu lenken und sich eine Übersicht über die generalverdächtigten Bürger zu verschaffen. – abgesehen vom Missbrauch der Daten. (Es kommt in Großbritannien immer mal wieder vor, dass man pikante Überwachungsszenen kaufen kann, welche z.B. durch Aufnahmen in Wohnungen hinein entstehen).
Die Vermutung, das diese Maßnahmen auf einen immer extremer werdenden Überwachungsstaat deuten, liegt daher nah. Das verliert das Wort Demokratie leider nach und nach seine Bedeutung. Auch wenn ich damit nun etwas vom eigentlichen Thema der Gesichtsscanner abgewichen bin, zeigt es doch die aufkommende Informationsbegierde des Staates.
-Welche revolutionären Überwachungsmethoden wird sich Großbritannien als nächstes einfallen lassen? CCTV, Nacktscanner, Gesichtsscanner in Schulen… Damit wäre der gläserne Bürger wohl komplett. Nein, Moment. Da fehlt noch ein Fußprofilscanner, ein Gehirnaktivitätsscanner und … naja, vielleicht fällt euch noch etwas ein.
In der nächsten Folge von „Howto control citizen“: Wanzeneinpflanzpflicht für Neugeborene.
mfg Felix
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Link zum Thema – Artikel im Spiegel Online
Link zum Thema -Wie argumentiert der CCC in Sachen Überwachung?
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Eigentlich sollte eher der Bürger den Staat überwachen und nicht umgekehrt… Ein Nacktscanner im Kanzleramt und ein Strichcode im Nacken jedes Politikers… (meinetwegen auch jedes Bankers) ist das nicht ein interessanter Gedanke? Mfg Dirk
Ja, das wäre interessant. Erst dann würden sich Politiker wohl richtig „nackt“ fühlen. Dabei würde sich sicherlich so manch einer aufregen, jedoch müsste Angela Merkel ja das Selbstvertrauen aufweisen, also .. als Bundeskanzlerin!